 Auch nach einem radikalen Rückschnitt treiben Kalmien wieder zuverlässig aus. Bild: Dr. Karl-Heinz Hübbers
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| Diese Angaben beziehen sich in erster Linie auf den Berglorbeer und seine Cultivare (Kalmia latifolia). |
| Standortauswahl |
| Gärten, in denen Rhododendron und Azaleen gut gedeihen, sind ideal für Kalmien. Sie vertragen etwas mehr Sonne und trockenere Böden. Die Winterhärte ist deutlich höher als bei den meisten Rhododendron. |
| Kalmien eignen sich als Begleitpflanzen in großen Gruppen ebenso gut wie in solitärer Stellung. Durch das kleinere Laub sind sie besser für Hecken geeignet als viele andere immergrüne Laubgehölze. |
| Boden |
| Bevorzugt werden leichte, wasserdurchlässige, saure Böden. Ideal ist ein mäßig feuchter Boden ohne Staunässe. Kurzzeitige Trockenheit wird insbesondere von älteren Pflanzen meist gut vertragen. |
| Düngung |
| Die meisten Kalmien wachsen problemlos ohne zusätzliche Düngung. Erst bei sichtbaren Veränderungen in der Vitalität sollten nach entsprechender Analyse behutsam die fehlenden Nährstoffe zugeführt werden. Dabei benötigen Kalmien deutlich geringere Dosierungen als z.B. Rhododendron. |
| Bewässerung |
| Zusätzliche Bewässerung ist nur bei Neupflanzungen und bei extremer Trockenheit erforderlich. Dabei sollte Staunässe auf jeden Fall vermieden werden. |
| Rückschnitt |
| Rückschnitt wird sehr gut vertragen. Der beste Zeitpunkt ist im Frühjahr vor der Blüte, wenn nicht mehr mit starken Frösten zu rechnen ist. |
| Pflanzung |
| Die Pflanzung ist unproblematisch, sofern der anstehende Boden locker und wasserdurchlässig ist und sich im schwach sauren Bereich befindet. Magere Sandböden können durch Zugabe von Humus verbessert werden. Die Zugabe von grober Rinde oder grobem, leicht angerottetem Laub verbessert die Bodenstruktur und die Belüftung. |
| Bei Staunässe ist vor der Pflanzung dafür zu sorgen, dass das Wasser stets gut abgeführt wird. Ist das nicht möglich, sollte der anstehende Boden oberflächlich gelockert werde und mit einem geeigneten Pflanzsubstrat soweit angefüllt werden, dass die Wurzeln nicht mit der Staunässe in Verbindung kommen. |
| Der Wurzelballen sollte vor der Pflanzung feucht sein. Ist die Kalmie eingepflanzt, bietet es sich an, einen Gießrand auszubilden und gründlich anzugießen. In den ersten fünf Jahren sollte der Boden regelmäßig auf seine Feuchtigkeit hin überprüft werden. Es darf sich weder Staunässe bilden, noch sollte der Ballen austrocknen. |
| Eine Startdüngung ist nicht unbedingt erforderlich. |
| Bester Zeitpunkt für das Pflanzen ist von September bis Mai bei frostfreier Witterung, sofern es nicht zu warm und trocken ist.
Eine Mulchschicht aus grobem Laub fördert die Humusbildung und schützt den Wurzelbereich vor Austrocknung. |